„Schalom Odin!“ - Ausgefüllt statt Abgefüllt
„Schade, dass ihr jetzt nicht immer im KAFF seid“ sagte Micha zu Juliane am Abendbrottisch. Micha besucht fast jeden Nachmittag das Kinder- und Jugendhaus in der Lutherkirche. Juliane studiert Religionspädagogik in Moritzburg und...
...zusammen mit sieben weiteren Studierenden waren sie in der Zeit vom 17.5. bis 21.5. im KAFF zum Praxisprojekt „Jugendwoche“. Schwerpunkt für die Studierenden war die Erprobung von Methoden der Jugendarbeit. Unter dem Motto „Ausgefüllt statt Abgefüllt“ wurde von ihnen ein Programm angeboten.
Vormittags besuchten sie die Schüler/innen der Triebischtalschule in den Hofpausen. Beim Volleyball und beim Tischtennis, aber auch beim Geschicklichkeitsspiel „Schlag die Erbse“ und bei frischen Waffeln kamen sie schnell miteinander ins Gespräch. Doch nicht diese Schulhofaktionen waren das Wesentliche, sondern ihre Angebote im KAFF. Hier gestalteten die Studierenden als Besonderheit mit den Kindern einen „Snoezleraum“. Snoezlen kommt aus dem angelsächsischen und bedeutet soviel wie dösen und schlummern. Hier sollen die Kinder lernen zur Ruhe zu kommen und sich zu entspannen. Weiterhin wurden mit den Kinder Gipsmasken angefertigt, Traumfänger gebastelt und eine Schnitzeljagd veranstaltet. Abschluß eines jeden Tages war das gemeinsame Abendbrot mit bis zu 45 Personen am Tisch. Bei einem der Tischgespräche über jüdische Kultur prägte sich Odin den Gruß „Schalom“ ein und begrüßte uns damit fortwährend. Diese Woche war etwas ganz besonderes für die Studierenden aus Moritzburg, vor allem aber für die Kinder. Denn: Ihnen wurde der Unterschied zwischen „abgefüllt“ und „ausgefüllt“ deutlicher. Sie selbst tragen die Verantwortung für das Miteinander und die Angebote im KAFF.
Johannes Ristau und Marco Süßmitt
| Von Abteilung Öffentlichkeitsarbeit, am
26.10.12 |
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